Workshop Wettkampfklettern

Trainingsworkshop Überregional

Am Wochenende habe ich in Hannover für den Kletterstützpunkt einen überregionalen Trainingsworkshop zum Thema Wettkampfbouldern organisiert. Neben den Athleten des Kletterstützpunkt Hannovers waren auch Helene Wolf aus Hamburg und Janka Meyer aus Darmstadt zu Gast. Die überregionale Vernetzung der Kletterer finde ich sehr wichtig, um Trainingsmethoden und- philosophien auszutauschen.

Ich beginne Trainingsworkshops gerne mit einem gemeinsamen Aufwärmen, bei dem jeder Kletterer die Möglichkeit bekommt seine Lieblingsübung vorzustellen. Es gibt viele Kletterer, die das Aufwärmen fern der Wand als lästig empfinden. Meistens kennen diese Kletterer die vielen guten Übungen die man machen kann (und auch sollte) gar nicht.

Um dem Wettkampf-Motto gerecht zu werden haben wir eine kleine Bouldersession veranstaltet, bei der die Athleten möglichst viele Boulder in 90 Minuten klettern mussten. Hierbei konnte man schon sehr deutlich Unterschiede im Zeitmanagement und der Versuchsfrequenz in den Bouldern erkennen.

Sonntag durften die Athleten dann selber Boulder schrauben, die in einem Intervallmodus, ähnlich dem Finalmodus der Jugendmeisterschaften, geklettert wurden. Damit sich die Athleten keinen Vorteil verschaffen konnten, mussten sie sich selbst einen „Schwächen-Boulder“ schrauben, der ihnen auf Grund des Stils und der Züge besonders schwer fiel. Ich glaube, dass sich die kreative Denkarbeit, die man bei Schrauben oder Definieren leisten muss, auch positiv auf die Lösungskreativität eines Boulders im Wettkampf auswirkt. So schlägt man bei dieser Form des Wettkampftrainings gleich zwei Fliegen mit einer Klappe.

Um das Ganze ein wenig aufzulockern, haben ich auch eine kurze koordinative Einheit eingebaut. Das Highlight war dort definitiv der Boulder mit den Wackelgriffen, zu dem ich ein kleines Video gemacht habe. Viel Spaß!


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